Fahrschule Hausmannstätten

3. Ausbildung Klasse B - L17

L17 – Allgemeines

Für die Ausbildung im Rahmen der vorgezogenen Lenkberechtigung der Klasse B gibt es außer dem Mindestalter für das Ablegen der praktischen Fahrprüfung (17 Jahre) und dem Beginn mit der Ausbildung in der Fahrschule (15,5 Jahre) keine Altersbeschränkung.

Die vorgezogene Lenkberechtigung der Klasse B (L17) ist bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres ein Probeführerschein. Innerhalb des ersten Jahres nach Erteilung der Lenkberechtigung muss die Mehrphasenausbildung absolviert werden.

Die vorgezogene Lenkberechtigung für die Klasse B (L17) wird nach Kenntnisstand des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) nur in Deutschland, England, Nordirland und Dänemark anerkannt.

Voraussetzungen

  • Mindestalter 15,5 Jahre
  • Verkehrszuverlässigkeit (wird von der Behörde geprüft) 
  • Nennung einer oder zwei Begleitpersonen, die die Ausbildungsfahrten durchführen
  • Ist die Erziehungsberechtigte/der Erziehungsberechtigte nicht selbst die Begleitperson für die Ausbildungsfahrten, wird zusätzlich die schriftliche Zustimmung von dieser/diesem benötigt

L17 – Grundausbildung in der Fahrschule

Bereits mit 15,5 Jahren kannst Du mit der Grundausbildung beginnen. Erst nach Absolvierung der Grundausbildung kann der Antrag auf Bewilligung zur Durchführung von Ausbildungsfahrten gestellt werden.

Diese Vor- und Grundschulung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die theoretische Schulung umfasst mindestens 26 und die praktische zwölf Unterrichtseinheiten (à 50 Minuten).

HINWEIS
Die Begleitperson muss an der Grundausbildung nicht teilnehmen. In jedem Kurs findet eine gesonderte Begleiterschulung (meist am Donnerstag in der ersten Kurswoche um 20.00 Uhr) statt. Zu dieser Begleiterschulung müssen Dich Dein(e) Begleitpersonen begleiten. Hier erfahrt ihr Wissenswertes zum Ablauf der Ausbildung.

L17 – Ausbildungsfahrten mit der Begleitperson

Nach Erhalt des Bewilligungsbescheids hat die Bewerberin/der Bewerber die praktische Hauptschulung in Form von Ausbildungsfahrten durchzuführen. Dafür können höchstens zwei Begleiterinnen/Begleiter namhaft gemacht werden. Insgesamt müssen mindestens 3.000 km Ausbildungsfahrten absolviert werden.

Jede Ausbildungsfahrt ist in ein Fahrtenprotokoll einzutragen. Es ist wahrheitsgetreu zu führen und muss sowohl von der jeweiligen Begleitperson als auch von der Bewerberin/dem Bewerber unterschrieben werden.

Folgende Dokumente sind bei den Ausbildungsfahrten mitzuführen:

  • Begleitperson:
    • Führerschein
  • Bewerberin/Bewerber:
    • Bewilligungsbescheid
    • Amtlicher Lichtbildausweis
ACHTUNG
  • Bei der Durchführung von Ausbildungsfahrten gilt für die Bewerberin/den Bewerber als auch für die Begleiterin/den Begleiter eine Alkoholgrenze von 0,1 Promille (statt 0,5 Promille).
  • Für die Personenbeförderung gelten keine besonderen Bestimmungen. Es dürfen so viele Personen mitgenommen werden, wie die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs angibt. Die Begleitperson muss jedoch neben der Bewerberin/dem Bewerber sitzen.
  • Ausbildungsfahrten dürfen nur im Inland stattfinden.
  • Das Ziehen von Anhängern im Rahmen der Klasse B ist zulässig.

L17 – Begleitende Schulungen in der Fahrschule

Während der Ausbildungsfahrten müssen begleitende Schulungen in einer Fahrschule absolviert werden:

  • Nach mind. 1.000 km Ausbildungsfahrt:
    Erste begleitende Schulung gemäß § 4 Abs. 1 FSG-VBV mit dem Privat-PKW
  • Nach weiteren mind. 1.000 km Ausbildungsfahrt (gesamt mind. 2.000 km):
    Zweite begleitende Schulung gemäß § 4 Abs.FSG-VBV mit dem Privat-PKW

An den Schulungen müssen sowohl die Bewerberin/der Bewerber als auch die Begleitperson/Begleitpersonen teilnehmen. Sie bestehen aus einem praktischen Teil (Ausbildungsfahrt) und einem individuellen Gespräch über die Erkenntnisse der Ausbildungsfahrten mit einer Ausbilderin/einem Ausbilder.

HINWEIS

Die Fahrtenprotokolle sind zu diesen begleitenden Schulungen mitzunehmen. Die Durchführung der Schulungen wird von der Fahrschule bestätigt.

L17 – Perfektionsschulung in der Fahrschule

Nach mindestens 3.000 km Ausbildungsfahrten findet die Perfektionsschulung (gemäß § 5 FSG-VBV) in der Fahrschule statt.

  • Praktischer Teil
    • Die Bewerberin/der Bewerber absolviert Schulfahrten in einem Fahrschulauto. Bei dieser Schulung wird auch eine Fahrprüfung simuliert (drei Unterrichtseinheiten).

Die Perfektionsschulung wird von der Fahrschule bestätigt.

Fahrprüfungen

Die Fahrprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der theoretische Teil kann seit dem 19. Jänner 2013 bereits am Beginn der Ausbilung abgelegt werden. Der praktische Teil kann ab dem 17. Geburtstag abgelegt werden.

Wurde die Theorieprüfung bestanden, kann die praktische Fahrprüfung absolviert werden. Diese wird durch eine Prüferin/einen Prüfer der zuständigen Behörde abgenommen und kann entweder mit einem Schulfahrzeug der Fahrschule oder mit dem privaten Ausbildungsfahrzeug gemacht werden. Bei dem privaten Ausbildungsfahrzeug muss auch die Begleitperson anwesend sein.
 
Bei bestandener Prüfung wird sofort ein Interimsführerschein ausgestellt.

ACHTUNG
Falls das private Übungsfahrzeug für die Prüfung verwendet wird, muss dieses viertürig sein und eine Bauartgeschwindigkeit von mindestens 100 km/h aufweisen. Wenn die Praxisprüfung mit einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe abgelegt wird, wird die Lenkberechtigung auf solche Fahrzeuge eingeschränkt.

HINWEIS
Nach Erteilung der Lenkberechtigung entfällt die besondere Kennzeichnung ("L17-Schild") des Fahrzeuges.
 

Zweite Phase der Ausbildung

Nach Erhalt der Lenkberechtigung der Klasse B, absolvierst du zwischen dem dem 3. und 9. Monat ein Fahrsicherheitstraining sowie ein verkehrspsychologisches Gruppengespräch. Mit der 2. Perfektionsfahrt zwischen dem 6. und 12. Monat schließt du die Ausbildung ab.

Rechtsgrundlagen